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Textdekonstruktion im Dialog zweier Körper

Performance der "Existenzmitteilung" in der Prometheus-Halle im Rahmen der Tagung SPUREN

Vortrag | Badische Zeitung | Bildergalerie

Seit Erfindung des Tiefenreliefs ist Technik vom Körper nicht mehr unterscheidbar. Sie wandert in den Körper und aus ihm heraus, der Mensch ist längst zur Technischen Existenz geworden. Die Performance seismic body memory rekonstruiert das Thema der Grenze zwischen Raum und Ich als Erlebnis einer existenziellen Körpererfahrung des Philosophen Max Bense (1910-1990).

In der Performance (Dauer 23 min) verschwinden die Grenzen zwischen Objekt, Prozeß und Struktur. Zufällige seismische Livesignale aus der Bay Area in Kalifornien beeinflussen die pneumatischen Muskeln einer kybernetischen Skulptur wie auch Muskelpartien des Akteurs in Form von Stromstößen. Dabei wird das Körpergedächtnis des Kybernetikers Bense über das traumatische Schmerzerlebnis einer Nierenkolik 1969 in San Francisco reaktiviert. Emotionalität und Präzision sind dabei kein Widerspruch.

Die Lecture Performance seismic body memory ist Teil des künstlerischen Forschungsprojektes fogpatch an der Hochschule Furtwangen (2007-2010)

Performance

Lecture

Process

Idee, Konzept und künstlerische Leitung: Daniel Fetzner
Choreographie: Georg Hobmeier/Henry Vega
Architektur: Sebastian Finckh
Regie: Katja Wahl
Betreuung Hochschulprojekt: Daniel Fetzner, Bruno Friedmann und Katja Wahl
2007: Patrick Burkert, Bernd Dudzik, Dirk Hensel, Jennifer Fluck, Michael Raithel, Andreas Schäfer
Forschungsprojekt Medien: Anja Hofele, Thomas Kusch, Myriam Traub

Mit besonderem Dank an Frank Dietrich, der alias Max Bense über die Brücke ging.

Duchenne de Boulogne (1801 - 1875)

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Page last modified on June 30, 2010, at 12:03 PM